Was tun im Zinstief? Insgesamt gute Geldanlageberatungen bei Filialbanken

Verbraucher müssen sich nach anderen Produkten umsehen, um nicht mit Sparkonten und Tagesgeldern reale Verluste bei steigender Inflation zu erleiden. Eine Möglichkeit, die passende Geldanlage zu finden, ist die Beratung in der Bankfiliale. S.W.I. FINANCE untersuchte diese im Auftrag des Handelsblatts bei acht Instituten. Commerzbank erreichte dabei das beste Gesamtergebnis.
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Baufinanzierung bei Filialbanken: Unvollständige Erfassung der Finanzsituation trotz Immobilienkredit-Richtlinie

Ausgerechnet für die Ermittlung des Finanzierungsbedarfs ihrer Kunden nehmen sich die Berater in den Bankfilialen vor Ort nicht ausreichend Zeit, ergab eine Analyse der Beratungsqualität durch S.W.I. FINANCE bei acht Filialbanken im Auftrag des Handelsblatts. Seit der Verschärfung der Vergaberichtlinien bei Baufinanzierungen durch die Immobilienkredit-Richtlinie verbesserte sich die Bedarfsanalyse zwar leicht, insgesamt besteht jedoch weiterhin ein hohes Verbesserungspotenzial.
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Informationsqualität zum Thema Sicherheit im Online-Banking nimmt ab

Die Sicherheit des Online-Banking kann nur gewährleistet werden, wenn Banken und Kunden an einem Strang ziehen. Auf Institutsseite ist das Angebot an Sicherheitsverfahren ebenso bedeutend wie die Aufklärung der Kunden zum Thema Datensicherheit – für sich allein genommen ist beides unzureichend. Umso kritischer muss die Entwicklung der Informationsqualität beobachtet werden. Die im Vorjahr festgestellten Schwachstellen in der telefonischen Anliegenbearbeitung bestanden weiterhin. Die Bearbeitungsqualität von allgemeinen E-Mail-Anfragen verschlechterte sich sogar.
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Bester Baufinanzierer 2016: Interhyp liegt wieder vorn – größere Hürden für den Verbraucher durch neue EU-Richtlinie

Der Baufinanzierungsvermittler Interhyp bestätigte den Spitzenplatz aus dem Vorjahr. Sowohl bei den Konditionen als auch im Service überzeugte das Unternehmen. Auf den Rängen zwei und drei folgten 1822direkt und Volkswagen Bank. Neu eingeführte EU-Wohnimmobilienkreditrichtlinie führt zu umfangreicheren Abfragen bei der Angebotserstellung.

Hamburg, 20.07.2016

Eine Welle der Verunsicherung ergriff im März die Anbieter von Baufinanzierungen. Durch die Einführung der EU-weit beschlossenen Wohnimmobilienkreditrichtlinie wurden sie in die Verantwortung für die Prüfung der Kreditwürdigkeit der Antragsteller genommen. Nun müssen mehr Fragen gestellt und weitere Unterlagen eingereicht werden, damit später keine Schadenersatzforderungen drohen, wenn eine Finanzierung schief geht. Doch wie wirkt sich dies auch auf die Konditionen und den Service der Baufinanzierungsberater aus?

Im Rahmen der zum elften Mal im Auftrag der Finanzzeitschrift €uro durchgeführten Studie „Bester Baufinanzierer“ wurden die Konditionen und der Service von 30 großen deutschen Baufinanzierungs-Anbietern analysiert. Darunter waren überregional aktive Filialbanken (z.B. Commerzbank und Deutsche Bank), im Internet angesiedelte Direktbanken (z.B comdirect bank und DKB), Vermittler von Baufinanzierungen (z.B. Dr. Klein und Interhyp) und Versicherer (z.B. Allianz und DEVK).

Die Anbieter lagen mit ihren besten Konditionen nur geringfügig auseinander. Angesichts der im letzten Jahr wieder gefallenen Zinsen war dies aber auch nicht überraschend. Bewertet wurden neben den „normalen“ Sofortdarlehen auch Forward-Finanzierungen, Volltilger-Darlehen und Darlehen mit KfW-Förderung. Vor allem aus Verbrauchersicht rücken die günstigen Forward-Darlehen und die Möglichkeit, auch langlaufende Kredite nach zehn Jahren zu kündigen immer stärker in den Fokus. Weiterhin ist der Konkurrenzkampf zwischen den Kreditgebern groß. Gleich fünf Anbieter lagen gemeinsam auf Rang eins: 1822direkt, comdirect bank, Interhyp, MLP und Volkswagen Bank. Alle treten als Vermittler auf und vergeben die Kredite nicht selbst. Das zeigt auch, dass es sich lohnt nicht nur die Hausbank wegen eines Immobilienkredits anzufragen, sondern auch noch einmal bei einem Vermittler einen Termin zu vereinbaren.

Im Service-Bereich zeigten sich die Ergebnisse ähnlich wie im Vorjahr. An der Leistungsspitze verbesserten sich die Unternehmen gegenüber 2015, das Spektrum der Bewertungen blieb aber weit gefächert. Auch In diesem Bereich belegte Interhyp den ersten Rang, ohne sich Schwächen in den untersuchten Bereichen persönliche Beratung, Telefon, E-Mail, Internet und Finanzierungsunterlagen zu leisten.

In der persönlichen Beratung lag die Commerzbank an der Spitze. In diesem Bereich verstärkte sich gegenüber den Vorjahren die Tendenz zu einer umfangreicheren Datenabfrage, verbunden mit der Forderung nach umfangreicheren Unterlagen für die Erstberatung. Hier hat sich möglicherweise bereits die EU-Wohnimmobilienkreditrichtlinie ausgewirkt. Das führt dazu, dass es für den Kunden schwieriger wird, bereits im ersten Beratungsgespräch ein verbindliches Angebot mitnehmen zu können. Video-Beratungen, wie von HypothekenDiscount oder der comdirect bank angeboten, können ein Ersatz für die Beratung vor Ort sein. Inhaltlich waren diese den Beratungen in der Filiale oft ebenbürtig.

Bei einigen Banken erfolgte ohne Vorlage des Personalausweises gar keine Beratung mehr, eine Entwicklung, die bereits in anderen Produktbereichen beobachtet werden konnte. Bei Vermittlern ist diese Entwicklung weniger festzustellen.