Deutschlands beste Steuerberater und Wirtschaftsprüfer 2020
Handelsblatt veröffentlicht Studie des SWI Finance

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Vor welchen Herausforderungen sieht sich die Branche in diesem Jahr? Wie steht es um das Fachwissen der Steuerberater und Wirtschaftsprüfer in Deutschland? SWI Finance erfragte und analysierte im Auftrag von Handelsblatt erneut die Fachkompetenz deutscher Steuerberater und Wirtschaftsprüfer. Fast 4.200 Steuerberater und mehr als 800 Wirtschaftsprüfer beteiligten sich an der Studie. Die Ergebnisse hat nun das Handelsblatt in einem ausführlichen Artikel veröffentlicht. Das Abschneiden einzelner Unternehmen kann in der Übersicht nachgeschlagen werden.

Beste Steuerberater 2020 & Beste Wirtschaftsprüfer 2020

Unternehmen jeder Größenordnung bekamen im Januar und Februar 2020 die Chance, über eine Online-Befragung an der Studie teilzunehmen. Insgesamt wurden dazu über 30.000 Einladungen verschickt. Die Erarbeitung des Testdesigns erfolgte in Kooperation mit der Wirtschaftskanzlei Buschmann Partnerschaft mbB Rechtsanwälte Steuerberater. Mehr als 600 regionale Steuerberater und über 100 Wirtschaftsprüfer wurden im Rahmen der Studie ausgezeichnet.

Rekrutierung & Digitalisierung – weiterhin die größten Herausforderungen der Branche.

Wichtiger Bestandteil der Befragung durch SWI Finance waren die Einschätzungen der Steuerberater und Wirtschaftsprüfer zur Entwicklung der Branche.

Interessanterweise sehen sich sowohl Steuerberater als auch Wirtschaftsprüfer aktuell vor die gleichen Herausforderungen gestellt: Wie bereits in den Vorjahren bereitete die Rekrutierung geeigneter Mitarbeiter einiges Kopfzerbrechen. 86 Prozent aller befragten Steuerberater und Wirtschaftsprüfer – und sogar 95 Prozent der großen Kanzleien – sehen sich auch in diesem Jahr vor die kontinuierliche Herausforderung gestellt, qualifiziertes Personal zu finden.

Auch die Digitalisierung und die damit verbundene fortschreitende Technisierung ist ein wichtiges Zukunftsthema, 78 Prozent der Befragten gaben dies an. Besonders hoch war der Anteil mit mehr als 85 Prozent bei den mittelgroßen und großen Kanzleien.

Gemischte Gefühle gegenüber dem deutschen Steuerrecht

Vom deutschen Steuerrecht zeichneten die Antworten kein positives Bild. 71 Prozent waren nicht der Meinung, dass es dem Grunde nach gerecht ist. 82 Prozent der Teilnehmer gaben an, dass die Finanzbehörden immer mehr Tätigkeiten auf den Steuerpflichtigen auslagern und 65 Prozent, dass das Steuerrecht immer komplizierter wird.

Klar fiel auch die Einschätzung zum Bürokratieentlastungsgesetz III aus: 93 Prozent gingen nicht von einer spürbaren Entlastung aus.

Positive Einschätzung der wirtschaftlichen Situation

Überwiegend positiv (83 Prozent) waren die Antworten auf die Frage nach der Zufriedenheit mit der wirtschaftlichen Entwicklung der Kanzleien im Jahr 2019.

Auch für die zukünftige wirtschaftliche Situation waren die Teilnehmer überwiegend zuversichtlich. 71 Prozent gingen (noch unbeeinflusst von der Corona-Krise) von einer zunehmenden oder eher zunehmenden Tendenz aus.

Plan für die nächsten fünf Jahre

Gut ein Drittel der Befragten antwortete positiv auf die Frage nach einer geplanten unternehmerischen Veränderung in den nächsten fünf Jahren. Im Vergleich zum Vorjahr ging der Anteil jedoch zurück (2019: über 40 Prozent). Ein Fünftel strebte den Kauf einer anderen Kanzlei an, 12 Prozent einen Zusammenschluss. Aufgabe oder Verkauf waren zum Zeitpunkt der Umfrage nur für 3 Prozent ein Thema.

Haben sie Fragen oder weiterführendes Interesse?

Falls Sie weiteres Interesse an unserer Studie haben, kontaktieren Sie gerne den Studienleiter Johannes Higle per Mail an johannes.higle@swi-finance.com. Die Dokumentation der Branchenentwicklungen ist für eine Schutzgebühr in Höhe von 100 Euro (zzgl. Mwst.) erhältlich.

Haben Sie Fragen zu Methodik oder Teilnahmemöglichkeiten? Wir beantworten sie unter top-steuerberater-wp@swi-finance.com

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