Umfassender Rechtsschutz hat seinen Preis

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Ein Streit vor Gericht kostet nicht nur Nerven, sondern kann auch teuer werden. Daher entschließen sich immer mehr Verbraucher für eine Rechtsschutzversicherung. Im Auftrag der WirtschaftsWoche analysierte S.W.I. FINANCE, bei welchen Rechtsschutzversicherern das Komplettpaket aus Konditionen, Serviceangebot und Zuverlässigkeit stimmt. D.A.S. erreichte die höchste Bewertung.
Hamburg, 11.12.2015

Ein Rechtsstreit birgt ein hohes Kostenrisiko, das Privatpersonen ohne entsprechende Absicherung zu meiden versuchen. Eine Rechtsschutzversicherung übernimmt das finanzielle Risiko und trägt so dazu bei, dass Privatpersonen eher bereit sind, ihr Recht einzufordern und es dafür auf einen Prozess ankommen zu lassen. Dabei ist für die Verbraucher nicht nur das Preis-Leistungsverhältnis der Rechtschutz-Police entscheidend, sondern auch wie verlässlich der Versicherer im Ernstfall ist und in welchem Umfang er Kunden begleitend zur Seite steht.

Vor diesem Hintergrund analysierte S.W.I. FINANCE im Auftrag der WirtschaftsWoche die Kundenzufriedenheit, die Konditionen und den Umfang des Serviceangebots der zehn größten Rechtsschutzversicherer (nach verdienten Brutto-Beiträgen). Im Rahmen einer Online-Befragung bewerteten zwischen August und Oktober insgesamt 1.526 Versicherte die Zufriedenheit mit dem Leistungsangebot und Service ihres Anbieters. Zusätzlich floss die Beschwerdequote aus der offiziellen Statistik der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) zu den Rechtsschutzversicherern in die Kundenzufriedenheit ein. Die Ermittlung der Konditionen und des Serviceangebots erfolgte mittels Pressestellenanfrage (Stichtag: 01.09.2015). Drei Unternehmen beantworteten die Anfrage nicht und konnten somit nicht in die Analyse einbezogen werden.

Unter den getesteten Bereichen fiel besonders die hohe Kundenzufriedenheit auf. Die Versicherten gaben für Leistungsangebot und Service hohe Bewertungen ab. Abgerundet wurde der positive Eindruck durch eine im Durchschnitt gute Ausprägung der Beschwerdequote.

Bei den Konditionen zeigte sich, dass ein breites Angebot an Vertragsleistungen mit einem entsprechend hohen Jahresbeitrag einhergeht. Der Anbieter mit den umfangreichsten Leistungen in der Rechtsschutzversicherung war gleichzeitig der teuerste; der günstigste bot seinen Kunden im Gegenzug auch die geringsten Vertragsleistungen.

Der Umfang des Kundenservice war insgesamt gut ausgeprägt. Bei der Service-App zeigten sich hingegen große Unterschiede zwischen den Anbietern. Nicht alle Versicherer verfügten über ein entsprechendes Angebot und bei den übrigen unterschieden sich die Funktionen stark. Insgesamt lag die Bewertung des Serviceangebots damit nur im befriedigenden Bereich.

Den ersten Rang belegte D.A.S. mit den besten Konditionen, dem zweitbesten Ergebnis beim Serviceangebot und guten Zufriedenheitswerten der Kunden. Auf den Rängen zwei und drei folgten LVM und HUK-Coburg. Die zufriedensten Kunden in der Befragung hatte HUK-Coburg: Sowohl das Leistungsangebot als auch der Service wurden von den Kunden am besten bewertet. Mit der niedrigsten Beschwerdequote setzte sich HUK-Coburg auch hier von den Mitbewerbern ab. Das im Vergleich umfassendste Serviceangebot wurde bei ARAG beobachtet. Insbesondere im Bereich Kundenservice (z.B. Erreichbarkeit, Hilfestellung bei Anwaltssuche, Entschädigungs- und Anspruchsrechner) setzte sich das Unternehmen von den Mitbewerbern ab.

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