Wer heute beruflich relevant bleiben will, kommt an Weiterbildung kaum noch vorbei. Digitalisierung, KI und der strukturelle Wandel ganzer Branchen verändern, welche Kompetenzen gefragt sind und das in einem Tempo, das klassische Ausbildungswege allein nicht mehr abdecken können.
Hochschulen bieten dabei einen Vorteil: Ihre Angebote basieren auf aktuellem Forschungsstand und werden von Lehrenden vermittelt, die selbst in der Wissenschaft tätig sind. Doch welche Hochschulen liefern wirklich gute Angebote?
Unsere Studie
Von Januar bis Mai 2026 analysierte SWI Research im Auftrag des SZ Instituts die nicht-immatrikulationspflichtigen Weiterbildungsangebote an deutschen Hochschulen, also Programme, die auch ohne Studienplatz offen zugänglich sind. Bewertet wurden Angebote in 19 themenspezifischen Kategorien. Die meisten Hochschulen wurden dabei in mehreren Kategorien berücksichtigt.
Methodik: Mixed-Method-Analyse
Von 348 kontaktierten Hochschulen nahmen 84 teil: Voraussetzung war die Einreichung einer Selbstauskunft zu Angebot und Rahmenbedingungen. Zusätzlich mussten mindestens 20 externe Online-Beiträge über die jeweilige Hochschule verfügbar sein. Pro Hochschule erhob SWI Research zudem mindestens 60 Kundenbewertungen.
Die Bewertung setzte sich aus zwei Komponenten zusammen:
- 20 % Angebot und Rahmenbedingungen: Bewertet wurden unter anderem QS-Instrumente, Formate und organisatorische Strukturen.
- 80 % Kundenbewertung: Davon 70 % aus einer Online-Kundenbefragung mit Kriterien wie persönlichem Nutzen, Aufbereitung der Lerninhalte, Preis-Leistungs-Verhältnis und Weiterempfehlungsbereitschaft. Weitere 30 % basieren auf Social Listening: Dabei wurden Online-Beiträge systematisch erfasst und nach ihrer Tonalität ausgewertet, gemessen am Verhältnis positiver zu negativer Nennungen.
Ergebnisse
Fast alle analysierten Hochschulen erreichen Punktwerte von 70 bis 100, negative Ausreißer sind die Ausnahme. Die Bewertung „Top“ (ab 80,0 Punkten) wurde insgesamt 207 Mal vergeben.
Die meisten Anbieter gibt es in der Kategorie Führung & Management mit 45 bewerteten Anbietern.
Die besten Weiterbildungsangebote an Hochschulen
- Wissenschaftliches Arbeiten: Hochschule Nordhausen
- Agiles Coaching & Training: Fachhochschule des Mittelstands (FHM)
- Bauwesen & Technik: Berliner Hochschule für Technik (BHT) (Fernstudieninstitut)
- Data Science: European School of Management and Technology Berlin(ESMT Berlin)
- Deutsch- und Integrationskurse: Pädagogische Hochschule Heidelberg
- Digitales (KI, Digitalisierung): European School of Management and Technology Berlin (ESMT Berlin)
- Finanzen & Wirtschaft: Universität Münster
- Führung & Management: Ruhr-Universität Bochum (Akademie der Ruhr-Universität)
- Gesundheit & Medizin: Deutsche Sporthochschule Köln
- IT & Informatik: FernUniversität in Hagen
- Kreatives, Musik und Tanz: Musikhochschule Lübeck
- Marketing: TU Chemnitz (TUCed)
- Nachhaltigkeit: Leuphana Universität Lüneburg
- Naturwissenschaften: Universität Ulm / Technische Hochschule Ulm
- Pädagogik, Soziales und Pflege: Pädagogische Hochschule Heidelberg
- Persönlichkeitsentwicklung & Soft Skills: Carl von Ossietzky Universität Oldenburg
- Prozess- und Projektmanagement: Allensbach Hochschule Konstanz
- Psychologie: Hochschule Aalen (Graduate Campus)
- Weiterbildung für Lehrpersonal: Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg
Fazit
Die Studie zeigt: Hochschulen sind im Weiterbildungsmarkt gut aufgestellt. Die Mehrheit der untersuchten Anbieter überzeugt mit hochwertigen Programmen, sowohl aus Sicht der Teilnehmenden als auch in Bezug auf Angebotsstruktur und Organisation. Für Beschäftigte bietet das Ranking eine verlässliche Orientierung.
Die vollständigen Ergebnisse finden Sie hier.
Bei weiteren Fragen melden Sie sich gerne an den Studienleiter Jonas Meier.
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