Financial Health: Wie Bankkunden Unterstützung wahrnehmen

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Financial Health, übersetzt auch finanzielle Gesundheit, spielt eine zentrale Rolle in unserem Leben. Sie betrifft den Zustand unserer persönlichen Finanzen und deren Stabilität.

Aber was ist finanzielle Gesundheit und warum ist sie so bedeutend? Und wie nehmen Kunden die Unterstützung von Banken in diesem Bereich wahr?

Du hast ein stabiles Einkommen, gleichmäßige Ausgaben und ein gut angelegtes Vermögen?

Dann bist du vermutlich finanziell gesehen „gesund“. Finanzielle Gesundheit zeigt, wie gut wir unsere finanziellen Ziele erreichen und unseren Verpflichtungen nachgehen können.

Banken und die Förderung der Financial Health

In einigen Ländern setzen sich Banken aktiv dafür ein, die finanzielle Gesundheit ihrer Kunden zu fördern. Programme und Initiativen bieten Unterstützung und Ressourcen, um finanzielle Schwierigkeiten zu bewältigen. Dabei variiert die Wahrnehmung dieser Unterstützung je nach Land und Kundenbasis.
Die Institute modifizieren damit ihr klassisches Geschäftsmodell, um Kunden Mehrwert zu bieten. Dabei handeln sie nicht nur rein altruistisch, sondern wollen ihre Wettbewerbsposition verbessern.

Wie bewerten deutsche Kunden das Thema Financial Health?

Dazu haben wir mehr als 90.000 Kunden befragt.

Wie würden Bankkunden Financial Health-Angebote Ihres Institutes wahrnehmen?

Hier sind einige interessante Erkenntnisse:

Lediglich 6,3% der Befragten bewerten Financial Health-Maßnahmen negativ. 40% bewerten sie positiv. Die Mehrheit steht diesen Angeboten eher neutral gegenüber.


Es lohnt sich, das Meinungsbild differenzierter anzuschauen. Wann kann es sich für die Banken lohnen, sich mit dem Thema Financial Health auseinanderzusetzen? 

  • Die Einstellung zur Unterstützung durch Banken variiert je nach Altersgruppe. Jüngere (unter 25 Jahren) und ältere Kunden (über 66 Jahren) begrüßen diese Unterstützung eher, während die Altersgruppe zwischen 36 und 45 Jahren eher kritisch eingestellt ist.
  • Die Zufriedenheit mit der eigenen Bank und das Vertrauen in sie spielen eine entscheidende Rolle. Kunden, die ihrer Bank vertrauen und sie als fair empfinden, neigen eher dazu, Ratschläge anzunehmen und wertzuschätzen. Die emotionale Bindung wird gefördert.
  • Nicht verwunderlich ist, dass Kunden mit hoher Weiterempfehlungsbereitschaft (NPS) Financial Health-Angebote eher positiv annehmen als Kritiker. Vertrauen und Misstrauen wirken hier besonders.
  • Die Anzahl der Banken, bei denen man Kunde ist, beeinflusst ebenfalls die Wahrnehmung. Kunden mit einer engen Beziehung zu einer einzigen Bank sind eher bereit, Ratschläge von dieser anzunehmen.
  • Bei einem Vergleich der verschiedenen Anbieter zeigen Online-Banknutzer prozentual gesehen die positivste Einstellung, dahinter folgend die Regionalbanken. Bei Filialbankkunden (ohne Regionalbezug) sind die Zustimmungen am schwächsten ausgeprägt.
  • Geschlechterspezifisch sind keine signifikanten Unterschiede in der Einstellung gegenüber Financial Health-Maßnahmen erkennbar.

Auf den Punkt:

Unser Leben wird von unserer finanziellen Gesundheit mitbestimmt, die sich auf unser Lebensgefühl und unsere Zufriedenheit auswirkt. In den aktuell unsicheren Zeiten mehr denn je. Banken haben die Möglichkeit und die Aufgabe, ihre Kunden dabei zu unterstützen.

Financial Health wird von den Kunden eher angenommen, wenn das Institut als fair und vertrauensvoll eingestuft wird. Ist diese Basis vorhanden, fördert der Einsatz dieser Angebote die emotionale Bindung und damit auch die Weiterempfehlungsbereitschaft.

Aber auch wenn das Institut noch nicht als sehr vertrauensvoll wahrgenommen wird, ist die Einbeziehung von Financial Health eine gute Möglichkeit, um Vertrauen aufzubauen.    

Bei Fragen oder Interesse an der Befragung, schreib uns gerne eine Mail.


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