Studie: Leasingmärkte für Kraftfahrzeuge

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Das Leasing von Automobilen wird immer beliebter. Immer mehr Verbraucher ziehen einen Leasing-Vertrag dem Kauf eines Neuwagen­s vor. Die Bandbreite an Angeboten ist hierbei groß – Verbraucher haben oft Mühe sich zurecht zu finden. Im Auftrag von BÖRSE ONLINE hat SWI Finance deshalb den Online-Leasingmarkt unter die Lupe genommen.


Die Zukunft der Autoindustrie ist ungewisser denn je. Schon ab 2025 könnte dem Verbrennungsmotor das Aus drohen. Aktuelle Neuwagenmodelle könnten schon in wenigen Jahren obsolet werden. Die Folge: Immer mehr Verbraucher leasen statt zu kaufen. 2019 machten Leasing-Fahrzeuge 42,1% aller Neuzulassungen aus. Vor 10 Jahren lag die Zahl noch bei 26,9%.

Der Hauptgrund für diesen Trend liegt auf der Hand. Die Bindung an das Fahrzeug ist kürzer. Besitzer können somit schneller auf neue technische Entwicklungen oder politische Vorgaben reagieren.

Wie es so oft bei einer erhöhten Nachfrage, hat auch das Angebot in den letzten Jahren zugelegt. Mittlerweile ist der Markt so groß, dass es für Verbraucher kein einfaches Unterfangen ist, den richtigen Wagen zu finden.

Die Studie

Das SWI und BORSE ONLINE haben daher das Online-Leasing näher untersucht. In unserer erstmalig erscheinenden Studie geben wir einen Überblick über die verschiedenen Leasing-Möglichkeiten und untersuchen die Angebote von sowohl Herstellern als auch namhaften Portalen.

Bewertet wurden in drei Kategorien: Erstens der Preis für das jeweilige Fahrzeug, bestehend aus monatlicher Leasingrate und Bereitstellungskosten. Zweitens die Breite des Angebots, d. h. die Anzahl der Fahrzeuge unterschiedlicher Marken bzw. Elektro- und Hybridfahrzeuge. Drittens die Qualität des Online-Services. Hierfür wurde Umfang und Erreichbarkeit der angebotenen Informationen und Funktionen getestet.

In den Kategorien wurde wiederum nach Art des Motors (Elektro/Verbrenner) und zwischen privater und gewerblicher Nutzung unterschieden. Da der Preis des Wagens für viele Verbraucher das Hauptargument ist, wurde dieser mit 70% am stärksten gewichtet. Die übrigens 30% verteilten sich gleichgewichtet auf die beiden anderen Kategorien.

Für die Wertung wurde das auf dem Rückzug befindliche Modell des Restwertleasing nicht berücksichtigt. Stattdessen basierten alle bewerteten Verträge auf dem Kilometerleasing, bei dem zu Vertragsbeginn festgelegt wird, wie viele Kilometer während der Vertragslaufzeit gefahren werden können, ohne dass Zusatzkosten entstehen. Zudem wurden ausschließlich Neuwagen berücksichtigt.

Große Variation bei den Herstellern

Die Ergebnisse bei den Herstellern waren grundsätzlich positiv. Dennoch gab es Unterschiede bei den Preisen und der Angebotsauswahl. In den Wertungen für privates, gewerbliches und E-Autos-Leasing gab es jeweils verschiedene Sieger.

Im Bereich des privaten Kfz-Leasings sind die preislichen Unterschiede gering. Letztlich holte Audi den ersten Platz, vor allem durch das vielfältigste Angebot. Ford landete beim Preis knapp vorn und nahm insgesamt den zweiten Platz ein.

Das große Angebot half Audi auch beim gewerblichen Kfz-Leasing auf eine gute Platzierung. Geschlagen wurden sie hier nur von Volkswagen, die in dieser Wertung mit dem besten Preis überzeugten.

Einen anderen Sieger ergab sich in der Wertung des E-Auto-Leasings. Mercedes-Benz war in diesem Bereich nicht zu schlagen. Lediglich Volkswagen konnte sich durch ähnliche Preise punktemäßig in der Nähe platzieren. Der schwäbische Autoriese bestach vor allem mit einem größeren Angebot und einem besseren Online-Service.

Klarer Sieger unter den Online-Portalen

Während die verschiedenen Bereiche bei den Herstellern umkämpf waren, gab es unter den Online-Portalen einen klaren Sieger. Leasingmarkt.de belegte in allen drei Wertungen den ersten Platz. Das lag vor allem daran, dass das Portal die günstigsten Preise vorzuweisen hatte. Doch auch das Angebot des Portals kann sich sehen lassen. Nur Sixt Leasing bietet eine größere Auswahl an Fahrzeugen an. Zwar kann Sixt auch im Online-Service mithalten – bei E-Autos gab es sogar Platz eins in dieser Kategorie – jedoch fiel der Leasing-Anbieter preislich hinter die Konkurrenz zurück.

Insgesamt lässt sich ein positiver Schlussstrich unter die diesjährige Studie ziehen. Die Angebote im Markt sind vielfältig und mit ein wenig Recherche-Arbeit steht dem Traumwagen nichts im Weg.

Falls Sie Interesse an weiteren Details unserer Studie haben, kontaktieren Sie gerne den Studienleiter Johannes Higle per Mail an johannes.higle@swi-finance.com. Die vollständige Dokumentation ist für eine Schutzgebühr in Höhe von 350,00 Euro (zzgl. Mwst.) erhältlich.

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Das digitale Banking hat sich mittlerweile durchgesetzt. In welcher Form es zukünftig umgesetzt wird, ist noch offen. Apps sind auf dem Vormarsch, haben sich aber noch nicht vollständig durchgesetzt. Überzeugen Institute mit ihren Apps ist das ein Vorteil in einem immer umkämpfteren Markt. Doch welche Apps schaffen es am besten, die komplexen Inhalte einfach und komfortabel auf begrenztem Raum darzustellen? Im Auftrag von Handelsblatt untersuchte SWI Finance die Bedienungsfreundlichkeit von mobilen Apps und Browsern der Finanzdienstleister.

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